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Sankt Martins unbekannte Seite

Kinder basteln Laternen, sie hören die Geschichte vom Bettler und dem Teilen – Sankt Martin hat wieder Saison. Selten kennen die Erwachsenen aber die ganze Geschichte vom römischen Soldaten, der hoch zu Roß mit rotem Mantel und Schwert landauf, landab den Martinsumzug anführt. Da kommt die neue Dokumentation aus dem katholischen Filmwerk (kfw) genau richtig:  informativ und spannend bringt sie die unbekannten Seiten des wohl bekanntesten Heiligen Deutschlands nahe.

“Soldat, Asket, Menschenfreund: Martin von Tours” Deutschland, 2016, 44 Minuten, f., Film von Fritz Kalteis, Produktion: Tellux Film und Metafilm für ARTE, BR, ORF mit Unterstützung von RTR Austria. FSK: LEHR, empfohlen ab 12 Jahren, mit Arbeitshilfe (s.u.)

Aufwändig mit Spielszenen und an Originalschauplätzen wird profund das Lebensbild des berühmten Heiligen entfaltet, nicht ohne es mit kritischem Geschichtsbewußtsein zu vermitteln. Über manche Aspekte Martins wird man sich wundern: er hatte auch Niederlagen zu verkraften, gerät zwischen die Fronten der Kirchenpolitik und kann nicht verhindern, dass Christen von Christen zum Tod verurteilt werden. Dabei verzichtet der Film nicht darauf, die heutige Bedeutung in lebendigen Zeugnissen seiner Verehrung und einer abgewogenen theologisch-kirchenpolitischen Würdigung herauszuheben. Da Martin Patron der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist, spielt der regionale Bezug eine wichtige Rolle. Die Kapiteleinteilung erleichtert den Einsatz im Unterricht. Das Arbeitsmaterial ist umfangreich, kundig und sorgfältig gestaltet und leistet im Unterricht ab Ende Sek. I gute Dienste u.a. mit Arbeitstexten, Quizvorschlägen und Erschließungsfragen.

Die kfw-Arbeitshilfe  von Andreas Widmann, Lehrer für Geschichte und kath. Religion in Konstanz wird online zum Download bereitgestellt. Als Alternative steht das Medienbegleitheft von Mag. Isabella Hölbl vom österreichischen Bundesministerium für Bildung online zum Download zur Verfügung.

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