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Kinderbibeln gesucht: Was könnt ihr für 6-jährige empfehlen?

David Wakefield steht vor einer Herausforderung:

und erzeugt damit Resonanz:

Gesagt, getan.
Marion Holzhüter stellt noch ein paar weitere Rückfragen und erfährt dabei noch mehr über die beiden Mädchen:

Yasmin und Lina
Yasmin und Lina

“Yasmin ist 5,5 Jahre alt, kann selbst noch nicht lesen, darf sich aber jeden Abend eine Geschichte zum Vorlesen aussuchen. Dabei ist meist auch ihre kleinere Schwester Lina, die 3,5 Jahre alt ist. Beide haben einen breiten Wortschatz und fragen nach, wenn sie etwas nicht verstehen. Fremdworte in Texten sind daher kein Problem. Im Gegenteil, sie lernen gerne neue Wörter. Die Texte dürfen dabei auch durchaus länger sein. Yasmin nimmt die Bücher anschlieβend gerne mit ins Bett und betrachtet auch sonst gerne einmal ihre Bücher. Daher sind Bücher mit einem hohen Bildanteil bei unseren Kindern beliebter. Vor allem Bilder, über die man sprechen kann, die etwas zum Entdecken hergeben. Eine Lieblingsgeschichte in der Bibel haben sie bislang nicht, so wie sie auch bislang kein Lieblingsbuch oder Lieblingsfilm haben. Es ist eher Abwechslung gefragt und sie lassen sich für viele Geschichten begeistern. Die Kinder sind mit einigen biblischen Geschichte und Personen vertraut (mehr NT) und kennen verschiedene Symbole bereits.

Nach einer längeren Prinzessinnen- Pink-Phase stehen jetzt auch spannende Abenteuer-Grusel-Geschichten hoch im Kurs (bitte also keine Schmuse-Wohlfühl-Bibel). Die beiden lachen gerne über lustige Texte. Ganz aktuell sind Reime sehr gefragt. Auch weil Themen wie Tod bei uns offen besprochen werden, stellen dunklere Bilder und düstere Geschichte kein Problem dar. Die Kinder diskutieren gerne über die Geschichten und greifen diese teils auch später in anderen Zusammenhängen wieder auf. Deutlich positiver aufgenommen werden Geschichten, in denen Mädchen/Frauen vorkommen, bzw. als Heldinnen im Zentrum stehen.”

Nun gilt es Kinderbibeln auszuwählen. Dazu eignen sich folgende schnellen Schritte:

  • Informieren – Wissenswertes über das Kind, das die Bibel bekommen soll
  • Planen – Was macht eine Kinderbibel “gut”? Auf welche Kriterien achten wir bei unserer Bewertung?
  • Durchführen – Jeder beschreibt sein Exemplar anhand von Leitfragen und bewertet es anhand der verabredeten Kriterien. Am Ende steht eine Buchempfehlung, die wir für David veröffentlichen. Hier.
  • Kontrollieren – Wir geben uns Feedback!
  • Bewerten – Wir schätzen ein, was wir jetzt besser können als vorher. Wenn wir noch Lust haben, spielen wir den Gedankengang noch einmal für eine Kindergruppe durch (da gelten z. T. andere Kriterien)

Die vertiefende Variante gibt es ebenfalls hier im Blog bei Marion Holzhüter.

Also: Mitmachen! Und gespannt sein, was dabei rauskommt!:

Jörg Lohrer

Leitungsteam rpi-virtuell am Comenius-Institut Münster. Kontakt: Mail, Twitter

3 Gedanken zu „Kinderbibeln gesucht: Was könnt ihr für 6-jährige empfehlen?

  • 31. Januar 2014 um 9:28
    Permalink

    Wimmelbibel – Zehn Geschichten in detailreichem Großbild

    Auf 10 Doppelseiten (Diagonale 53 cm) werden Schöpfung, Noahs Arche, der Turmbau zu Babel, Simson im Tempel, die drei Männer im Feuerofen, die Geburt Jesu, Jesus im Tempel, die Speisung der Fünftausend, Jesu Einzug in Jerusalem und Ostern und Himmelfahrt für Kinder von 3 bis 6 Jahren dargeboten. An den Seitenrändern sind Details zu sehen, die im Bild zu suchen sind. Den Suchelementen sind jeweils Erklärwörter beigefügt. So entsteht ein zusätzlicher Leseanreiz für Kinder im Erstlesealter. Die ästhetische Wertigkeit ist akzeptabel, auch wenn sie nicht ganz an Ali Mitgutsch heranreicht.

    Antwort
  • 31. Januar 2014 um 10:23
    Permalink

    Ich empfehle für dieses Alter:

    Michael Landgraf
    Kinderlesebibel

    Unter den zahlreichen Kinderbibeln unserer Zeit nimmt die Kinderlesebibel von Michael Landgraf einen besonderen Platz ein. Das Profil ist auf Kinder bis ca. 8 Jahren ausgerichtet und soll deren Leselust und Lesevermögen fördern. Es dominiert eine klare und eingängige Sprache[1], die der Alterstufe angemessen ist. Darüber hinaus animiert der Sprachstil für eigenes Erzählen; die prägnante Kürze lädt zum Weitererzählen ein und schärft den Sinn für Elementares. Die vielfältigen Bilder von Susanne Göhlich unterstützen und vertiefen den Text.

    mehr hier:
    http://buchempfehlungen.blogs.rpi-virtuell.net/2013/01/04/kinderlesebibel/

    Antwort

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