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Ausbildung: Kaum einer studiert noch Theologie. Warum sollte uns das alarmieren?

Die Zahlen sprechen eine deutlich Sprache. Die Studentenzahl im Fach katholische Theologie  hat sich in 15 Jahren um die Hälfte reduziert. Die Zahlen im evangelischen Bereich sind nicht besser. Das viel gravierendere Problem wird aber an späterer Stelle im Artikel der ZEIT-online angesprochen.

 

 

Dass die Kirchen bald nicht mehr sprachfähig sein könnten, das wäre für beide Seiten der GAU.

„Die Autoren der Studie konstatieren einen “massiven Substanzverlust der katholisch-theologischen Forschung”, der dem Ansehen der katholischen Kirche “immens schaden” werde. Der katholischen Theologie drohe, als zeitgenössischer Ansprechpartner nicht mehr ernst genommen zu werden. Die katholische Kirche könnte bald nicht mehr sprachfähig sein bei gesellschaftlichen Debatten. Schon jetzt klagen katholische Theologen, dass sie nicht mehr gefragt werden, etwa wenn es um Bioethik geht, weil die Debatten längst in den Philosophie-Seminaren geführt werden.”

Aus meiner Sicht wächst dem schulischen Religionsunterricht auch aus dieser Entwicklung eine ganz zentrale kirchliche Aufgabe zu. Vielleicht wird der RU bald eine der wenigen Möglichkeiten sein, mit denen die Kirchen ihre Relevanz für Menschen und unsere Gesellschaft außerhalb der eigenen Mauern aufzeigen kann. Darauf sollten wir uns auf jeden Fall gut vorbereiten, oder?

Zum Artikel in der ZEIT …

2 Gedanken zu „Ausbildung: Kaum einer studiert noch Theologie. Warum sollte uns das alarmieren?

  • 11. September 2012 um 10:41
    Permalink

    Mir scheint, der ZEIT-Artikel ist nur für ZEIT-Abonnenten zugänglich. Ich kann ihn jedenfalls nicht aufrufen.

    Antwort
    • 11. September 2012 um 12:07
      Permalink

      Sehr geehrter Herr Peters,
      vielen Dank für den Kommentar. Es müsste jetzt eigentlich alles zu finden sein.
      Der Link war falsch.
      Danke
      Heinz-Hermann Haar

      Antwort

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