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Die Gabe hat keinen Preis

Veröffentlicht von Andrea Lehr-RĂŒtsche am

Noch drei Wochen bis Weihnachten. Der Geschenke-Druck wĂ€chst. Manche sammeln schon seit dem Sommer, anderen schieben es bis Heiligabend vor sich her: Shoppen, Basten, Schreiben. Die Vielfalt der Angebote macht das Problem nicht kleiner. Wie findet man das richtige Geschenk? Was erzĂ€hlt die Gabe ĂŒber die Beziehung? Und welche Bedeutung hat der Preis?

Der französische Soziologe Marcel Mauss entdeckte in der Gabe ein SchlĂŒsselelement von Anerkennung, Macht und AbhĂ€ngigkeit. Die Gabe wirkt gemeinschaftsstiftend. Der „schenkende Mensch” ist dabei viel Ă€lter als der wirtschaftlich-kalkulierende Homo oekonomicus mit seiner Frage „Was-habe-ich-davon?”

Dabei muss die Gabe vom Tausch unterschieden werden. Beim Tausch erhalten beide Parteien ihren Anteil, je nach Verabredung. Bei der Gabe fließen Wert, Bedeutung und Wirkung nur in eine Richtung. Das darin enthaltene schöpfungstheologische Moment der Bedingungslosigkeit bildet den Grund fĂŒr Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Raphaël Enthoven und Andris Breitling erkunden die Bedeutung der Gabe im philosophischen GesprÀch.

Webcompetent-Beitrag mit Unterrichtsideen ab Klasse 7.

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