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Religiöser Rebell – Jesus auf der Kinoleinwand

Jesus als erhabener Gottessohn oder als Einsamer in der Wüste: Das Kino hat das Leben und Sterben Christi immer wieder neu erzählt. Dabei ging es stets auch darum, ob den Figuren eine natürliche, freie Ausdrucksform erlaubt sein darf – oder ob sie im Repertoire des Andächtigen und Unirdischen bleiben müssen.

Die neuesten Jesusfilme versuchen dabei überraschende Perspektivwechsel. “40 Tage in der Wüste” von Rodrigo Garcia (2015) verzichtet auf Krippe und Kreuz und konzentriert sich allein auf die titelgebende existenzielle Einsamkeitserfahrung, in der Jesus nicht dem Satan, sondern sich selbst als Versucher begegnet. Und “Maria Magdalena” von Garth Davis (2018) zeigt die Welt der Evangelien aus weiblicher Sicht. Er wertet die jahrhundertelang als Hure gezeichnete Maria Magdalena um zu einer Apostolin, die Jesus besser versteht als die Männer.

Der epd Wochenspiegel 16/2019 gibt einen Überblick über die wichtigsten Jesus-Filme der letzten 100 Jahre

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