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Kurzfilm “Die Herberge”: Gasthof-Einkehr im Asylheim

Die märchenhafte Kurzkömodie beruht auf einer wahren Begebenheit : Ein Karlsruher Rentnerehepaar verwechselt beim Wandern im Aktivurlaub ein Asylbewerberheim mit einem Dorfgasthaus (was es auch ursprünglich war). Die Hungrigen werden willkommen geheißen und von den freundlichen jungen Orientalen überzeugend bewirtet. Erst beim Bezahlen fällt dem Paar der Irrtum auf – sie waren herzlich eingeladen und brauchen nichts zu bezahlen. Gastfreundschaft und Heimat gehören zusammen – diese Überzeugung kann aus der hier lustig-skurril inszenierten Verwechslung entspringen. Daß die Hauptprotagonisten vom Alter her nicht ganz schulischen Zielgruppen entsprechen, ist kaum hinderlich – im Gegenteil, es ermöglicht in der brisanten Asyldiskussion gesund augenzwinkernden Abstand zum Deutschsein. Zusammen mit dem (auch auf YouTube zugänglichen ) 1min-social spot kommt die Botschaft für mehr Menschlichkeit und Aufgeschlossenheit gut zu ihrem Ziel. Wertvoll ist die im Medienangebot des katholischen Filmwerks (FSK: LEHR) zusätzlich enthaltene Kurzdoku, weil sie den Hintergrund zur Komödie authentisch macht. Neben Filmerschließungsaufgaben fällt das Filmbegleitmaterial durch Integration eines interaktiven Kreuzworträtsels positiv auf und setzt die Schwerpunkte ab Ende der Sekundarstufe 1 sachentsprechend bei Willkommenskultur, Filmgenrevergleichen und Crowdfunding (letzteres hat zur Realisation des Projektes, siehe Filmhomepage beigetragen). Kurzbericht vom Bayer.Rundfunk.

Michael Beisel

Pfr. Michael Beisel ist Lehrkraft für Evang. Religion am Beruflichen Bildungszentrum Ettlingen.

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