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Zugvögel – Die Geschichte einer besonderen Freundschaft

Das Bilderbuch Zugvögel erzählt nur auf den ersten Blick keine Fluchtgeschichte.

Michael Roher erzählt in diesem Buch von der Freundschaft zwischen Luka und Paulinchen. Paulinchen gehört zu den Zugvögeln. Die beiden lernen sich im Frühling kennen und erleben einen gemeinsamen  Sommer, der ihr Leben verändert. Das Buch eröffnet Gesprächsanlässe zu den Themen: Fremdsein und Freundschaft, Mut und Zivilcourage.

Das Bilderbuch “Zugvögel” kann mit den Kindern anregend in einer ganzheitlich-sinnorientierten Gestaltung erlebt weden. Die folgende Idee stammt von Angela Kunze-Beiküfner:

Gestaltungsidee zum Buch „Zugvögel“

  • Am Anfang wird ein Baum gelegt. Begonnen wird mit einem kahlen Baum (Winter), dann kommt der Frühling.

Als Ausgangsbild: Ein Baum.

Als Ausgangsbild: Ein Baum.

  • Um den Baum herum gibt es viele Bewohner. Im Frühling kommen sie heraus aus ihren Höhlen und Nestern (verschiedene Nester werdem im Baum gestaltet – je einTuch und eine Sorte von Legematerial wie Federn, Filzteile, Goldringe, Glassteine ect. werden angeboten).
  • Gemeinsam wird überlegt: Wer wird wohl das jeweilige Nest bewohnen? Welche Eigenheiten werden die jeweiligen Bewohner/innen haben.
  • Ein ganz kleines Nest kommt dazu.

Nester werden gestaltet.

Nester werden gestaltet.

  • Unter den Baumbewohnern ist auch Luka (blaues Tuch). Er hat nur ein kleines sehr bescheidenes Nestchen. Darum ist er viel draußen. Er beobachtet als Erster, dass sich im Frühjahr viele bunte „Zug-Vögel“ im Baum niederlassen, die ganz anders sind als er es gewohnt ist (verschiedene bunte Ciffon-Tücher als Gestalten werden hinzu gestellt).
  • Luka hat Freude an diesen bunten Gestalten. Er lernt neue Sprachen, neue Spiele, neue Lieder, neue Rezepte usw…

Luka wohnt in einem kleinen Nest.

Luka wohnt in einem kleinen Nest.

  • Inzwischen ist es Sommer geworden (der Baum wird sommerlich gestaltet). Luka hat viele neue Freunde gefunden, besonders mag er Paulinchen, mit der er viel Zeit verbringt. Es ist warm draußen und an den Bäumen und Sträuchern wächst genug für alle Vögel.
  • Doch dann wird es Herbst (Baum gestalten). Ihre neuen Freunde finden nicht mehr genug zu essen. Sie wollen weiter ziehen – dort hin, wo es für sie nun genug gibt. Paulinchen aber möchte bei Luka bleiben. Luka hat selbst nur ein ganz kleines Nest, er hat keinen Platz für weitere Mitbewohner. Und wie ist es mit den anderen Bewohnern des Baumes, es gibt doch noch viele große Nester im Baum?
  • Lukas Freunde fragen einige Bewohner. Doch die Bewohner des Baumes jagen sie fort: Wir können unseren Baum und unsere Vorräte nicht mit euch teilen, sonst ist zu wenig für uns da. (Die Nester werden verschlossen). Luka und Paulinchen gehen zu Madame Petrova und fragen sie um Rat. Sie erzählt ihnen von der Angst vieler Menschen und von Frau Lorenz.

Die meisten Nester werden verschlossen.

Die meisten Nester werden verschlossen.

  • Frau Lorenz ist eine alte Frau (graues Tuch), die in einem großen Nest lebt (Nest in den Baum bauen). Hat sie nicht ein bisschen Platz für Paulinchen?
  • Gemeinsam kann gesungen werden: “Haben sie noch, haben sie noch Platz? Haben sie noch, haben sie noch Platz für einen Menschen?”

Frau Lorenz weiß Rat.

Frau Lorenz weiß Rat.

  • Ja, Frau Lorenz hat Platz. Erst ist sie ein bisschen skeptisch, als sie Paulinchen sieht. Sie hat schon vielen ein Zuhause gegeben und weiß auch, dass manche dieser Geschichten nicht gut ausgehen.  Sie erzählt Luka, wie wichtig es ist, dass er da ist, um für Paulinchen mit zu sorgen. Mehr als ein Dach über dem Kopf braucht es doch Menschen, die einen lieb haben. Paulinchen bleibt bei Frau Lorenz und dann gibt es ein fröhliches Fest. Auch ein paar Nachbarn kommen dazu und sind neugierig auf Paulinchens und Lukas Geschichte.
  • Mit den Kindern wird um das Bild herum ein Fest gefeiert.

Luka, Frau Lorenz und Paulinchen feiern ein Fest.

Luka, Frau Lorenz und Paulinchen feiern ein Fest.

  • Dann wird es Winter…. wie es wohl weiter geht mit Frau Lorenz, Luka und den bunten Vögeln?

Weitere Lieder:

  • Gott hat alle Kinder lieb, jedes Kind in jedem Land
  • Gottes Hand hält uns fest wie eine Vogel im Nest

Mehr lesen auf dem Blog von Dr. Simone Wustrack -> http://blogs.rpi-virtuell.de/simonewustrack/2016/04/09/zugvoegel-die-geschichte-einer-besonderen-freundschaft/#more-474

Andreas Ziemer

Dozent für Theologie und Religionspädagogik am Pädagogisch-Theologischen Institut der EKM und der ELKA/Drübeck und Schulpfarrer am Fallsteingymnasium Osterwieck. Ziemer bloggt auf webcompetent.org.

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