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19.01.2016 – Dreieich: Tag des Online Lernens – Wie digitale Medien Bildung verändern

Digitale Medien bestimmen schon in weiten Teilen unser tägliches Leben. Auch unser berufliches Handeln in den Arbeitsfeldern Bildung und Erziehung wird immer mehr von einer digitalen Entwicklung geprägt. Durch den Fachtag am 19. Januar 2016 sollen die Ambivalenzen der digitalen Medienkultur aufgezeigt und Hinweise auf eine evangelische Medienkultur gegeben werden.

„Die Evangelische Kirche nimmt den Bildungsauftrag der Reformation auch im Bereich der digitalen Bildung wahr. In der digitalen Gesellschaft gilt, dass Bildung und insbesondere Medien- und Digitalkompetenzen den Zugang und die Nutzungsmöglichkeiten des Internets bestimmen.“
Aus: „Kundgebung“ der Synode der EKD in Dresden

• Welche Bedeutung haben Medien für den Menschen und für das Lernen?
• Wie können wir evangelische Medienbildung als kirchliches Angebot profilieren?
• Welche Kompetenzen/Haltung brauchen wir, wenn wir die Möglichkeiten der digitalen Medien für die Bildung nutzen wollen?

… diese und weitere Fragen werden uns am Tag des Online Lernens begleiten.

„… unsere Gesellschaft braucht mehr Medienkompetenz, die wir uns gemeinsam erarbeiten müssen, medienpädagogische Schulung braucht deshalb mehr Raum …“
Kirchenpräsident Dr. Volker Jung auf der Frühjahrstagung der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau im April 2015

Wir laden alle Mitarbeitende aus den Arbeitsfeldern Bildung und Erziehung ein, verschiedene Aspekte der digitalen Lernkultur kennenzulernen. Fachleute werden dies aus ihren fachspezifischen Perspektiven heraus erläutern. Im Format eines Barcamps werden mit Teilgebenden unterschiedliche Praxisbeispiele vorgestellt und diskutiert, die teilweise auch selbst ausprobiert werden können. Den Abschluss des Fachtages bildet eine offene Diskussion mit allen Teilnehmenden.

Programm

IMPULSE

Pfarrer Horst Peter Pohl Einstimmung in den Tag 

Prof. Dr. Manfred L. Pirner Kritisch nutzen statt verteufeln Digitale Medienkultur als ethische und pädagogische Herausforderung für eine evangelische Medienbildung Live Videobeitrag
Um die digitale Medienkultur aus evangelischer Sicht fundiert beurteilen und angemessene Konsequenzen für Erziehung und Bildung ziehen zu können, braucht es ein grundlegendes Verständnis dafür, was Medien für den Menschen bedeuten. Für den christlichen Glauben spielen persönliche Beziehungen, direkte Face-to-Face Gespräche und leibhaftige Gemeinschaft eine herausragende Rolle. Doch gilt auch: Weil Gott nicht zur wahrnehmbaren Wirklichkeit gehört, ist seine Existenz grundsätzlich nur durch Medien in einem weiten Sinn (wie Erzählungen oder Bilder) vermittelbar. Und die Entstehung und Verbreitung des Christentums ist ohne die Medien der biblischen Schriften nicht denkbar; über die Jahrhunderte kam eine Vielfalt an weiteren Medien hinzu. Kirchliche Angebote müssen in ihrer Einmaligkeit, ihren Vorzügen und ihrer Bedeutsamkeit neu profi liert werden

Claudia Bremer Digitale Medien in Bildungsprozesse und -einrichtungen einführen
Die Einführung digitaler Medien in Bildungsprozessen kann kein Selbstzweck sein, sondern muss einem Ziel dienen wie z. B. Erreichung neuer Zielgruppen oder Erweiterung des Bildungsangebotes. Daher werden im ersten Teil mögliche realisierbare Mehrwerte des digitalen Medieneinsatzes herausgearbeitet. Zugleich stellt diese Einführung Bildungseinrichtungen oftmals vor große Heraus forderungen wie z. B. die Identifi kation und Ansprache entsprechender Zielgruppen, Qualifi zierung des eigenen Personals wie auch Bereitstellung der entsprechenden technischen Infrastruktur und Gestaltung entsprechender Lehr-/ Lernarrangements. Um diesen Heraus forderungen zu be geg nen, bedarf es strategischer Entscheidungen auf der Leitungsebene und oftmals auch entsprechende organisatorische Anpassungsprozesse bis hin zu Veränderungen der Lehr- und Lernkultur. Diese Herausforderungen zu identifi zieren und mögliche Antworten darauf zu geben, steht im Mittelpunkt des Vortrags, der einen Ausblick auf mögliche Entwicklungspfade geben möchte.

Dr. Jochen Robes Selbstlernkompetenz – ein Methodenkoffer für das lebenslange Lernen

Das Internet als Lernraum eröffnet neue Möglichkeiten der Bildung und Weiterbildung und stellt uns zugleich vor neue Herausforderungen: Welche Medienkompetenzen benötigen wir als Bildungsexperten und Lernende, um sicher und selbstbewusst von diesen Möglichkeiten profi tieren zu können? Welche Ressourcen bietet das Netz und wo fangen eigentlich Lernressourcen an? Wie könnte ein persönliches Wissensmanagement aussehen, das uns durch heutige und zukünftige Informationsfl üsse navigiert?

Tobias Albers-Heinemann Medien verstehen – Medien erleben – Medien anwenden
Vorstellung der ersten Projektstelle Medienbildung innerhalb der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit praxisnahen Beispielen, Methoden und Inspirationen zum Nachmachen.

Mitmachen / Barcamp

Bei einem Barcamp („Unkonferenz“) wird in offenen Workshops gearbeitet. Diese dienen dem offenen Meinungs- und Informationsaustausch, direkten Feedback und gemeinsamen Arbeiten an Ideen und Visionen. Der Erfolg eines Barcamps basiert auf der aktiven Mitarbeit aller Teilnehmenden. Wir bieten zum Einstieg vier Sessions an, deren Ablauf von allen mitgestaltet werden kann. Je nach Interesse können sich spontan aber auch weitere Sessions entwickeln

Sessions:

  1. Medientools praktisch Teilgeber: Tobias Albers-Heinemann
  2. Digitale Elternbildung / Zukunftsfähiges Fortbildungskonzept Teilgeberin: Heidi Schließer-Sekulla
  3. Open Educational Resources (OER) Teilgeber: Jörg Lohrer/ Joachim Happel
  4. Veränderung unserer Kommunikationskultur durch digitale Medien Teilgeber: Peter Holnick

Diskussion zum Thema

„Die Haltung zählt – wie kann Medienbildung gelingen?“ Moderation: Peter Holnick Diskutanten: Tobias Albers-Heinemann, Heidi Schließer-Sekulla, Jörg Lohrer, Dr. Jochen Robes, Gunter Böhmer

Referentinnen und Referenten:

  • Tobias Albers-Heinemann Referent für Medienbildung im Evangelischen Dekanat Ingelheim Herausgeber des „Medienpädgogik Praxis-Blog“ www.medienpaedagogik-praxis.de
  • Claudia Bremer Goethe-Universität Frankfurt, forscht zum Thema Einsatz digitaler Medien in der Bildung www.bremer.cx
  • Joachim Happel wissenschaftlicher Mitarbeiter am Comenius-Institut, Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V., Leitungsteam rpi-virtuell www.rpi-virtuell.net
  • Peter Holnick Geschäftsführer des Instituts für Medienpädagogik und Kommunikation (Dreieich) www.muk-hessen.de
  • Jörg Lohrer wissenschaftlicher Mitarbeiter Comenius-Institut, Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V., Leitungsteam rpi-virtuell www.rpi-virtuell.net
  • Prof. Dr. Manfred Pirner Professor für Religionspädagogik und Didaktik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg
  • Horst Peter Pohl Pfarrer für Social-Media-Aktivitäten der EKHN im Medienhaus Twitter: @pfarrerpohl
  • Dr. Jochen Robes Berater und Bildungsblogger mit den Schwerpunkten Weiterbildung, Online-Lernen und MOOCs Mitglied im Beirat des „Horizon Report“ www.weiterbildungsblog.de
  • Heidi Schließer-Sekulla Medienpädagogin, Fachreferentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Evangelischen Dekanat Ried

Alle Informationen auf einen Blick:

Zielgruppe: An neuen Medien Interessierte aus den Arbeitsfeldern Bildung und Erziehung

Termin: 19.01.2016, 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Dreieich – Haus des lebenslangen Lernens (HLL), Frankfurter Straße 160-166, 63303 Dreieich – Anreisehinweis: http://www.hll-dreieich.de/index.php?id=8

Teilnahmebeitrag: 50,- € (inkl. Mittagessen)

Leitung: Herr Gunter Böhmer (gunter.boehmer.zb@ekhn-net.de) , Frau Lisa Zierock

Hier geht’s zur Anmeldung

 

Jörg Lohrer

Leitungsteam rpi-virtuell am Comenius-Institut Münster. Kontakt: Mail, Twitter

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