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Fides per Doctrinam: Papst ordnet Zuständigkeit für Religionsunterricht neu

Veröffentlicht von Jörg Lohrer am

Papst Benedikt XVI. überträgt mit einem apostolischen Schreiben in Form eines  “Motu Proprio” Fides per doctrinam 16.01.2013,  die Zuständigkeit für den Katechismus und andere Bücher zum Religionsunterricht von der Kleruskongregation an den vom italienischen Kurienerzbischof Rino Fisichella geleiteten Rat zur Förderung der Neuevangelisierung.

CC BY-NC-SA @Doug88888  http://flic.kr/p/dDFPFF

CC BY-NC-SA @Doug88888 http://flic.kr/p/dDFPFF

“Damit erhalte der Rat, der ansonsten generell nur eine Beratungsfunktion ausübe, in diesem Punkt auch eine Entscheidungskompetenz, hieß es in Kurienkreisen.”, berichtet kathweb.de.  Gleichzeitig wird dem Rat zur Förderung der Neuevangelisierung der “Internationale Rat für die Katechese” unterstellt.

Das Thema “Glaubenskommunikation in Religionsunterricht und Katechese” stand als Studientag bereits im September letzten Jahres im Mittelpunkt der Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz in Fulda. domradio.de berichtete am 23.09.2012: “Nach Einschätzung der Bischöfe ist der Religionsunterricht in schweres Fahrwasser geraten: einerseits durch rechtliche Regelungen in verschiedenen Bundesländern, andererseits aber auch durch die wachsende Distanz vieler Jugendlicher zu Kirche und Religion.”

Prof. Dr. Rudolf Englert formulierte in seinem Statement zum Studientag den Wunsch: “Auch wenn der ja durchaus gewollte geringere  Professionalisierungsgrad katechetisch Verantwortlicher eine wissenschaftliche orientierte Ausbildung nicht im selben Maße erfordert wie dies im Bereich des Religionsunterrichts der Fall ist, wäre es doch zu wünschen, dass es auch im Feld der Katechese mehr religionspädagogische Unterstützung gäbe.”

Wo seht ihr / wo sehen Sie die inhaltlichen und strukturellen Perspektiven religiöser Bildung in Religionsunterrichts und Katechese?
Meinungen und Positionen bitte in die Kommentare!

Kategorien: News

Jörg Lohrer

Leitungsteam rpi-virtuell am Comenius-Institut Münster. Kontakt: Mail, Twitter

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